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David Foenkinos: Die Frau im Musée d'Orsay

München: Penguin Verlag, 2019

 

FoenkinosAntoine Duris, ein studierter Hochschulprofessor der Kunst, kündigt plötzlich und unerwartet seinen angesehenen Job in Lyon und will Saalaufsicht im Pariser Musèe d’Orsay werden? Nun, die Stadt der Liebe, hat sicherlich einiges zu bieten und wer es sich leisten kann, dort zu leben und zu arbeiten, kann ohne Zweifel aus einem unerschöpflichen Topf an kulturellem Leben zehren. Genau wie man es bei einem Professor der Schönen Künste vermuten könnte, doch da steckt noch etwas anderes dahinter… Es ist nicht so, dass Antoine Duris ein schlechtes Leben in Lyon geführt hat. Seine Studenten verehren ihn. Sind seine Lesungen doch etwas ungewöhnlich, aber gerade das fasziniert die jungen Leute. Die Reihen sind gut gefüllt und auch er hat Lebtags damit verbracht, unter den vielen noch verborgenen Talenten die großen Künstler von morgen zu fördern. Warum lässt also ein geachteter Mann wie er alles hinter sich, bricht jeglichen Kontakt ab und verschwindet einfach…?

Natürlich bekommt er die Stelle im Museum, wenn auch überqualifiziert, wie schon die Personalchefin Mathilde zu Recht vermutet. Aber er könnte durchaus mit seinem Wissen die Arbeit im Museum bereichern, soviel steht fest. Jedoch ist Antoine gar nicht danach, viel zu reden. Er möchte einfach nur da sein. Die Besucher beobachten und ihren Wegen durch die Säle folgen. Still, schweigend... Unsichtbar. Doch plötzlich steht sein neuer Job auf dem Spiel, als er seine eigenen Regeln bricht und dem Museumsführer vor versammeltem Publikum ins Wort fällt! Was ist nur los mit diesem Mann? Das weiß auch Mathilde nicht, kann allerdings nicht anders, als ihn wieder zu entlassen. Aber sie wird ihn nicht aus ihrem Leben entlassen! So folgt sie ihm zurück nach Lyon. Dort, wo sein altes Leben schlummert, scheint noch etwas auf ihn zu warten. Etwas, was er sich bislang nicht getraut hat, in Angriff zu nehmen. Sie wird ihm helfen, egal was es sein mag! Mit einem hatte sie allerdings nicht gerechnet: Was hat die junge und äußerst begabte Kunst-Studentin Camille mit Antoines Verwirrung zu tun? Verbindet die beiden wirklich nur die Liebe zu den Schönen Künsten oder was soll sonst so Schreckliches passiert sein? Fakt ist eines, Antoine muss jetzt sein Schweigen brechen, damit er wieder zurück ins Leben finden kann!

Der Leser wird durch eine Rückblende in die Vergangenheit von Antoine geführt. Dort fügen sich Stückchen für Stückchen die Puzzleteile zusammen und der Leser erfährt, welche Rolle Camille in Antoines Leben spielt und was schlussendlich aus der jungen Liebe zwischen ihm und Mathilde wird.

Die Figur Antoine zeigt, dass man sich manchmal im Leben von alten Strukturen lösen muss, um wieder neu beginnen zu können. Dabei hilft uns die Liebe zu Menschen, die uns nahestehen und auch die Liebe zu Dingen, die wir gerne tun und ohne die unser Leben nur halb so lebenswert wäre. Der Roman erzählt einfühlsam von diesen Werten, durch dunkle Zeiten hindurch zu finden und endlich wieder in das Licht einzutauchen, das voller schöner Momente steckt!

David Foenkinos wurde 1974 in Paris geboren und machte sich bereits durch den Bestseller „Nathalie küsst“ international einen Namen. Auch sein Roman „Die Frau im Musée d’Orsay“ wird die Herzen seiner Leser berühren.

 

 

Buchtipps der vergangenen Monate:

  • August: David Foenkinos: Die Frau im Musée d'Orsway
  • Juli 2020: Susan Fletcher: Das Geheimnis von Shadowbrook
  • Juni 2020: Stephan Abarbanell: Das Licht jener Tage
  • April + Mai 2020: Gusel Jachina: Wolgakinder
  • März 2020: Helga Bürster: Luzies Erbe
  • Februar 2020: Lara Prescott: Alles, was wir sind
  • Januar 2020: Vera Buck: Das Buch der Vergessenen Artisten

 

  • Dezember 2019: Erik Fosnes Hansen: Ein Hummerleben
  • November 2019: Kati Naumann: Was uns erinnern lässt
  • Oktober 2019: Delia Owens: Der Gesang der Flusskrebse
  • September 2019: Kit de Waal: Die Zeit und was sie heilt
  • August 2019: Alina Bronsky: Der Zopf meiner Großmutter
  • Juli 2019: Min Jin Lee: Ein einfaches Leben
  • Juni 2019: Andrea van Bebber: Perlen vor die Säue
  • Mai 2019: Jocelyne Saucier: Niemals ohne sie
  • April 2019: Tom Saller: Wenn Martha tanzt
  • März 2019: Majgull Axelsson: Dein Leben und meins
  • Februar 2019: Andrea Camilleri: Die Inschrift
  • Januar 2019: Karine Lambert: Eines Tages in der Provence

 

  • Dezember 2018: Alex Capus: Königskinder
  • November 2018: Tommi Kinnunen: Wege, die sich kreuzen
  • Oktober 2018: Louise O'Neill: Du wolltest es doch
  • September 2018 Lana Lux: Kukolka
  • August 2018: Laetitia Colombani: Der Zopf
  • Juli 2018: Pierre Lemaitre: Drei Tage und ein Leben
  • Juni 2018: Anja Baumheier: Kranichland
  • Mai 2018: Vanessa LaFaye: Summertime
  • April 2018: Vigdis Hjörth: Bergljots Familie
  • März 2018: Jachina, Gusel: Suleika öffnet die Augen
  • Frebruar 2018: Ahrens, Renate: Alles, was folgte
  • Januar 2018: Isabelle Autissier: Herz auf Eis

 

  • Dezember 2017: Olga Grjasnowa: Gott ist nicht schüchtern
  • November 2017: Benjamin Lebert: Die Dunkelheit zwischen den Sternen
  • Oktober 2017: Kent Haruf: Unsere Seelen bei Nacht
  • September 2017: Dirk Kurbjuweit: Die Freiheit der Emma Herwegh
  • August 2017: Francoise Frenkel: Nichts, um sein Haupt zu betten
  • Juli 2017: Claudia Pineiro: Ein wenig Glück
  • Juni 2017: Petina Gappah: Die Farben des Nachtfalters
  • Mai 2017: Peter Prange: Unsere wunderbaren Jahre
  • April 2017: Renate Ahrens: Das gerettete Kind
  • März 2017: Marilynne Robinson: Gilead
  • Februar 2017: Isadora Duncan: I've only danced my life
  • Januar 2017: Sarit Yishai-Levi: Die Schönheitskönigin von Jerusalem

 

  • Dezember 2016. Brigitte Glaser: Bühlerhöhe
  • November 2016: Celeste Ng: Was ich euch nicht erzählte
  • Oktober 2016: Lars Mytting: Die Birken wissen`s noch
  • September 2016: Alexander Maksik: Die Gestrandete
  • August 2016: Naomi Wood: Als Hemingway mich liebte
  • Juli 2016: David Foenkinos: Charlotte
  • Juni 2016: Katharina Winkler: Blauschmuck
  • Mai 2016: Per J. Andersson: Vom Inder, der mit dem Fahrrad bis nach Schweden fuhr, um dort seine große Liebe wiederzufinden
  • April 2016: Isabel Bogdan: Der Pfau
  • März 2016: Sabine Rennefanz: Die Mutter meiner Mutter
  • Februar 2016: Alina Bronsky: Baba Dunjas letzte Liebe
  • Januar 2016: Claire Hajaj: Ismaels Orangen

 

  • Dezember 2015: Verena Boos: Blutorangen
  • November 2015: André Herzberg: Alle Nähe fern
  • Oktober 2015: Frances Itani: Requiem
  • September 2015: Harper Lee: Gehe hin, stelle einen Wächter Harper Lee: Wer die Nachtigall stört
  • August 2015: Catherine Chanter: Die Quelle
  • Juli 2015: Michael Köhlmeier: Zwei Herren am Strand
  • Juni 2015: Stephanie Bart: Deutscher Meister
  • Mai 2015: Donna Tartt: Der Distelfink
  • April 2015: Charles Lewinsky: Kastelau
  • März 2015: Ulla-Lena Lindberg: Eis
  • Februar 2015: Hans Meyer zu Düttingdorf: Das Bandoneon
  • Januar 2015: Anna Funder: Alles was ich bin

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