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Andrea van Bebber: Perlen vor die Säue

Bammental: kaliope paperbacks, 2019

 

perlen vor die säueAndrea van Bebber, 1957 in Marburg/Lahn geboren, arbeitet als Musiktherapeutin, Musikerin und Schriftstellerin.

 „Perlen vor die Säue“ ist ihr zweiter Roman, in dem sie ein wichtiges Kapitel deutsch-deutscher Geschichte in den Mittelpunkt stellt.

Der Roman basiert auf zum Teil wahren Geschichten.

Erzählt wird zunächst von einer heute ca. sechzigjährigen Frau. Perlen-Paula, lehnt sich als junges Mädchen gegen den DDR-Staat auf und stellt mehrere Ausreiseanträge. Aus nichtigen Gründen wird sie zu einer Haftstrafe verurteilt und verbringt mehrere Jahre in verschiedenen Gefängnissen. Auch nach ihrer Haftentlassung ist sie Schikanen und Demütigungen ausgesetzt. Schließlich muss sie sogar fürchten, ihren Sohn zu verlieren. Bis in die Gegenwart leidet sie schwer an den Folgen ihrer Inhaftierung. Der Leser erhält nicht nur einen Einblick in den DDR-Alltag (die Geschichte spielt zu weiten Teilen in Eisenach), sondern auch in extreme, dem Widerstand gegen die DDR geschuldete Erfahrungen bis hin zu der Schilderung unmenschlicher Zustände im Frauengefängnis Hoheneck.

Im Mittelpunkt des zweiten Erzählstrangs steht Paulas erwachsener Sohn Jonas, der 2015/16 in einem Altenpflegeheim arbeitet. Hier erlebt der Leser den Alltag der Pflegeheimbewohner und den hektischen Betrieb in der Einrichtung.

Jonas freundet sich mit einer Heimbewohnerin, Frau Leopold, an und wird zunehmend von ihren Erinnerungen gefesselt. Die wachsende Verbindung der beiden führt zu beiderseitigen Enthüllungen, die nicht nur Jonas‘ Leben grundlegend verändern, sondern auch seine Mutter nötigen, eine neue Sicht auf die damaligen Geschehnisse zu bekommen. Immer mehr ahnt man, dass eine Verbindung zwischen Paula und Frau Leopold bestehen muss.

Neben Jonas‘ beruflicher Tätigkeit bestimmt, bedingt durch den ehrenamtlichen Einsatz seiner Freundin, auch das aktuelle Flüchtlingsthema sein Leben. Der Roman thematisiert die aktuelle politische Diskussion und wirft durch die Verknüpfung mit der DDR-Vergangenheit vergleichende Fragen zum Thema Flucht auf.

Der Text ist angelehnt an tatsächliche Schicksale und wird immer wieder unterbrochen von Passagen, die Stasi-Texte imitieren. Die Geschichte berührt und regt im 30. Jahr nach dem Mauerfall zum Nachdenken an.

 

 

Buchtipps der vergangenen Monate:

  • Juni 2019: Andrea van Bebber: Perlen vor die Säue
  • Mai 2019: Jocelyne Saucier: Niemals ohne sie
  • April 2019: Tom Saller: Wenn Martha tanzt
  • März 2019: Majgull Axelsson: Dein Leben und meins
  • Februar 2019: Andrea Camilleri: Die Inschrift
  • Januar 2019: Karine Lambert: Eines Tages in der Provence

 

  • Dezember 2018: Alex Capus: Königskinder
  • November 2018: Tommi Kinnunen: Wege, die sich kreuzen
  • Oktober 2018: Louise O'Neill: Du wolltest es doch
  • September 2018 Lana Lux: Kukolka
  • August 2018: Laetitia Colombani: Der Zopf
  • Juli 2018: Pierre Lemaitre: Drei Tage und ein Leben
  • Juni 2018: Anja Baumheier: Kranichland
  • Mai 2018: Vanessa LaFaye: Summertime
  • April 2018: Vigdis Hjörth: Bergljots Familie
  • März 2018: Jachina, Gusel: Suleika öffnet die Augen
  • Frebruar 2018: Ahrens, Renate: Alles, was folgte
  • Januar 2018: Isabelle Autissier: Herz auf Eis

 

  • Dezember 2017: Olga Grjasnowa: Gott ist nicht schüchtern
  • November 2017: Benjamin Lebert: Die Dunkelheit zwischen den Sternen
  • Oktober 2017: Kent Haruf: Unsere Seelen bei Nacht
  • September 2017: Dirk Kurbjuweit: Die Freiheit der Emma Herwegh
  • August 2017: Francoise Frenkel: Nichts, um sein Haupt zu betten
  • Juli 2017: Claudia Pineiro: Ein wenig Glück
  • Juni 2017: Petina Gappah: Die Farben des Nachtfalters
  • Mai 2017: Peter Prange: Unsere wunderbaren Jahre
  • April 2017: Renate Ahrens: Das gerettete Kind
  • März 2017: Marilynne Robinson: Gilead
  • Februar 2017: Isadora Duncan: I've only danced my life
  • Januar 2017: Sarit Yishai-Levi: Die Schönheitskönigin von Jerusalem

 

  • Dezember 2016. Brigitte Glaser: Bühlerhöhe
  • November 2016: Celeste Ng: Was ich euch nicht erzählte
  • Oktober 2016: Lars Mytting: Die Birken wissen`s noch
  • September 2016: Alexander Maksik: Die Gestrandete
  • August 2016: Naomi Wood: Als Hemingway mich liebte
  • Juli 2016: David Foenkinos: Charlotte
  • Juni 2016: Katharina Winkler: Blauschmuck
  • Mai 2016: Per J. Andersson: Vom Inder, der mit dem Fahrrad bis nach Schweden fuhr, um dort seine große Liebe wiederzufinden
  • April 2016: Isabel Bogdan: Der Pfau
  • März 2016: Sabine Rennefanz: Die Mutter meiner Mutter
  • Februar 2016: Alina Bronsky: Baba Dunjas letzte Liebe
  • Januar 2016: Claire Hajaj: Ismaels Orangen

 

  • Dezember 2015: Verena Boos: Blutorangen
  • November 2015: André Herzberg: Alle Nähe fern
  • Oktober 2015: Frances Itani: Requiem
  • September 2015: Harper Lee: Gehe hin, stelle einen Wächter Harper Lee: Wer die Nachtigall stört
  • August 2015: Catherine Chanter: Die Quelle
  • Juli 2015: Michael Köhlmeier: Zwei Herren am Strand
  • Juni 2015: Stephanie Bart: Deutscher Meister
  • Mai 2015: Donna Tartt: Der Distelfink
  • April 2015: Charles Lewinsky: Kastelau
  • März 2015: Ulla-Lena Lindberg: Eis
  • Februar 2015: Hans Meyer zu Düttingdorf: Das Bandoneon
  • Januar 2015: Anna Funder: Alles was ich bin

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